Frühzeitig hat die BSF Bünter AG in Heerbrugg SG in die additive Fertigung investiert, um neue innovative Herstellverfahren anbieten zu können. Die Kombination mit herkömmlichen Bearbeitungsmethoden soll die Zukunft des Standorts sichern.

Die Maschine von der Grösse eines kleineren Bearbeitungszenters brummt leise vor sich hin. In einer Schutzgasatmosphäre schmelzen Laserstrahlen stetig Metallpartikel ein, bauen Schicht
für Schicht komplexe Werkstücke auf. Auf einer massiven Grundplatte werden so je nach Grösse einzelne oder gleich mehrere Bauteile gefertigt, ein Prozess, der manchmal mehrere Tage dauern kann. Bereits 2012 hatte die BSF Bünter AG in Heerbrugg damit begonnen, das sogenannte selektive Laserschmelzen (SLM) als additives Fertigungsverfahren einzusetzen. Das klassische Lohnfertigungsunternehmen wollte damit zunächst vor allem Bedürfnisse aus dem Formenbau erfüllen. Rasch wurden Kunden gefunden, doch die Auslastung war anfangs gering, berichtet Geschäftsführer und Mitinhaber Fabian Graber.

Ein Drittel additive Fertigung
Bald kümmerte sich der gelernte Konstrukteur nach seinem Maschinenbaustudium an der damaligen NTB in Buchs ab 2015 noch intensiver um die neu eingeführte Fertigungsmethode. Die Zahl der Aufträge verdoppelte sich innerhalb eines Jahres. Diese ersten Erfolge motivierten das Unternehmen, die Anlagen und Einrichtungen weiter auszubauen. Das war in der damaligen Hype-Phase eine riskante Entscheidung, doch die BSF Bünter AG hatte den richtigen Riecher: In den kommenden Jahren sollte sich das SLM in der additiven Metallverarbeitung zu den industriell am meisten verbreiteten Verfahren entwickeln.

Blick in den additiven Fertigungsprozess: Ein Laserstrahl schmilzt das Metallpulver und baut Werkstücke Schicht für Schicht auf.

Vorwiegend kleine und komplexe Werkstücke werden bei BSF Bünter AG additiv gefertigt.

 

 

Kostengünstiger bei Kanälen und Kühlrippen

Die BSF Bünter AG setzt die additive Fertigung vor allem für kleine und komplexe Bauteile in Kleinserien ein. Konturnahe Kühlungskanäle in Werkstücken für den Spritzgussformenbau lassen sich so kostengünstiger als mit herkömmlichen Verfahren herstellen, illustriert der Geschäftsführer, und er weiss genau, wovon er spricht, hatte er sich in seiner Abschlussarbeit am NTB genau in diesen Themenbereich vertieft.
Ein Ventilblock für Farbdrucker ist ein weiteres Anwendungsbeispiel. Anstatt einen ganzen Block herkömmlich zu bearbeiten, formt das additive Verfahren Röhrchen in der gewünschten Krümmung. Bei der Fertigung eines Wärmetauschers wiederum entstehen Kühlrippen durch das schichtweise Aufschmelzen des Metallpulvers, und bei Bedarf werden gleichzeitig Kühlkanäle aufgebaut.


Die besten und günstigsten Lösungen
finden
«Werden dieselben Legierungen verwendet, weisen die Werkstücke nahezu dieselbe Festigkeit auf wie herkömmlich hergestellte Bauteile», weiss Fabian Graber. Um allfällige Defizite bezüglich
der Dauerbelastung auszugleichen, könnten die Wanddicken entsprechend örtlich erhöht werden. Für die Wahl des optimalen Verfahrens spielten die Durchlauf- und Produktionszeiten, ebenso die definierten Vorgaben für Oberflächen, Optik und Gewinde eine Rolle. Entscheidend seien immer die Kosten und vor allem das Ziel, die beste Lösung für die Kunden zu finden. Es sei auch
schon vorgekommen, dass Auftraggeber von der additiven Fertigung zur herkömmlichen Fräsbearbeitung – oder umgekehrt – gewechselt hätten.

 

Nische mit Schweizer Zukunft
Im additiven Fertigungsbereich werden inzwischen Kunden aus der ganzen Schweiz, aber auch aus der ganzen Welt, etwa von Unternehmen aus Mexiko, Tschechien bis nach China, bedient.
Nachfrage bestand anfangs vor allem aus der Maschinenbau-Branche, danach folgten Kunden aus den Sektoren Halbleiter, Formenbau sowie aus der Flugzeugindustrie.
Die Kombination herkömmlicher, spanabhebender Fertigung mit additiven Verfahren gehöre zum Erfolgsrezept, macht Fabian Graber deutlich. Chancen für ein Marktwachstum sieht der Geschäftsführer in besserer CAD-Software. Es gehe darum, mehr Ideen und mehr Möglichkeiten für die additive Fertigung zu erkennen. Das 1984 von Josef Bünter gegründete Unternehmen ist damit überzeugt, eine spezialisierte Nische weiterzuentwickeln, die auch in der Schweiz Zukunft hat. Vorwiegend kleine und komplexe Werkstücke werden bei BSF Bünter AG additiv gefertigt.

(Bilder und Text: Martin Sinzig)

 

Eine aufwändige Unterbaugruppe wurde bei einem Redesign durch ein einzelnes, 3D-gedrucktes Bauteil ersetzt. Damit entfallen mehrere Einzelteile, die Anzahl der Löt- und Schweissstellen wird deutlich reduziert und Dichtigkeitsprobleme in diesem Bereich werden ausgeschlossen.

Die Ausgangslage

Die Firma HSR AG aus Balzers stand vor einer Aufgabe, die viele von uns kennen. Die vorletzten Lagerteile eines Produkts wurden bestellt und ausgeliefert, höchste Zeit wieder nachzubestellen. Doch zum Glück hat das in diesem Falle Bauchschmerzen bereitet: Die Baugruppe bestand aus so vielen Einzelteilen, die mit enormem Aufwand verschraubt, verschweisst und verlötet werden mussten. Damit das zu einigermassen akzeptablen Preisen führt, wäre eine Mindestmenge unausweichlich gewesen. Zudem kam für das Anlöten der Röhrchen nur jemand mit sehr viel Erfahrung in Frage und die alten Lötlehren hätten auch ersetzt werden müssen.

Das muss doch einfacher gehen!

Die Lösung

Von einem früheren Projekt (Platte mit Innenkühlung) kannte ein Konstrukteur der HSR AG bereits die additive Fertigung von Metall bei der BSF Bünter AG. Eine kurze Mail inkl. Screenshot später war ein Teams-Meeting aufgegleist. Zusammen wurde die Teiletrennung besprochen und die 3D-Druck gerechte Konstruktion repetiert. Bereits wenig später standen die gedruckten Bauteile zur Montage bereit. In einem späteren Schritt wurden noch weitere Teile durch AM Bauteile ersetzt.

Die harten Fakten in Zahlen

  • Reduktion der Einzelteile von 9 auf 2
  • Reduktion Zeitaufwand beim Löten / Schweissen von 8h auf 2h (gesamte Baugruppe)
  • keine neue Löt/Schweisslehre à 500.- Franken (einmalig pro Teilegrösse)
  • insgesamt Kostenreduktion von 30% gegenüber der alten Lösung (gesamte Baugruppe)
    • dies bei Losgrösse 2 anstatt 10 wie bisher
  • Reduktion der Beschaffungszeit um ca. 50%

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Am 23. Juni 2025 darf Charlotte ihr 25-jähriges Arbeitsjubiläum bei der BSF Bünter AG feiern.

Für diese spezielle Firmentreue und den super Einsatz bedanken wir uns herzlich!

Am 1. Juni 2025 darf Susanne ihr 10-jähriges Arbeitsjubiläum bei der BSF Bünter AG feiern.

Herzliche Gratulation zu dieser grossartigen Firmentreue.

Wir danken Susanne an dieser Stelle  für ihren stets engagierten Einsatz und freuen uns, auch in Zukunft auf sie als fachkundige Mitarbeiterin zählen zu dürfen.

 

 

Firmenausflug vom 21. Juni 2024

Matthias zählt seit der Gründung der BSF Bünter AG im Jahre 1984 zum BSF-Team.

Zu diesem ganz speziellen Firmenjubiläum gebührt Matthias ein ganz besonderes „Dankeschön“.
Matthias ist ein super Mitarbeiter, auf den immer Verlass ist!

Ganz herzliche Gratulation an dieser Stelle zum 40-jährigen Arbeitsjubiläum.

 

Die BSF Bünter AG ist überzeugt, dass die gezielte Förderung ihrer Lernenden entscheidend ist, um die Herausforderung der Zukunft erfolgreich zu meistern.

 

Aus diesem Grund haben wir letzten Herbst eine topmodernde CNC Fräsmaschine von Fehlmann AG (made in Switzerland) angeschafft.

Mit Hilfe dieser Maschine, welche explizit von unseren Lernenden bedient wird, können sie schon früh aktiv in anspruchsvolle Kundenaufträge mit einbezogen werden.

Wir sehen die Ausbildung unserer Lernenden als einen wesentlichen Grundstein für die erfolgreiche und nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmens.

 

 

Am 11. August 2014 trat Khalid Mohamed Sufi bei der BSF Bünter AG die Lehre zum Produktionsmechaniker EFZ an und schloss diese im August 2017 erfolgreich ab. Anschliessend blieb er der BSF Bünter AG treu und wir freuen uns ausserordentlich, ihn auch heute noch zu unserem Team zählen zu dürfen.

Herzliche Gratulation an dieser Stelle zum 10-jährigen Arbeitsjubiläum an Khalid. Khalid, wir danken Dir für deinen stets engagierten Einsatz und freuen uns, auch in Zukunft als fachkundigen Mitarbeiter auf Dich setzen zu dürfen.

Sehr geehrte Geschäftspartner

Diesen Sommer durften Kento Girardelli (Polymechaniker) und Alen Beganovic (Produktionsmechaniker) Ihre Fähigkeitszeugnisse entgegen nehmen.

Sie haben mit Erfolg ihre Lehrabschlussprüfung bestanden.

Herzliche Gratulation!

 

Zudem freuen wir uns, auf das nächste Lehrjahr Albina Redjepi als neue Lernende in unserem Ausbildungsbetrieb willkommen zu heissen.

Im Februar 2024 feiert Erich sein 15 jähriges Arbeitsjubiläum bei der BSF Bünter AG

Für diese langjährige Firmentreue herzliche Gratulation und vielen Dank!